ein paar Teilnehmerstimmen



Sandra Hofstetter in „Pasopferde aktuell“ 11/1999: Dressur? Ja, bitte!

 

...ich lade alle Interessierten ein, meinen Weg zu versuchen und vielleicht wird er ja auch der Ihrige und Sie erhalten am Ende ein gelösteres, besser gymnastiziertes und „schöneres“ Pferd. Allerdings möchte ich Sie warnen: Der Weg wird nicht einfach sein und Sie werden viele Rückschläge erleben, aber, wie bereits gesagt, das Endergebnis wird Sie für Alles entschädigen!..... in den letzten 6 Jahren dressurmäßig unter der Anleitung von Caroline Kratzer aus- und weitergebildet und sie hat sich zu einem hervorragendem 4-Gänger entwickelt.... An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal bei Caroline Kratzer bedanken, die mich und mein Pferd auf den richtigen Weg gebracht hat und uns beide über die Jahre in etlichen Kursen zu dem gemacht hat, was wir heute sind: ein Team! Und  mir immer wieder den Mut gegeben hat weiterzumachen, auch wenn es manchmal sehr schwer war...

 

 

 

 

„Die Streber“ aus Marl, ein Gedicht:

  9.00 Uhr morgens, nur ein Hühnerauge blickt wach in die Welt,

die Caroline ihr Wägelchen auf dem Hof abstellt,

und frisch, fromm, fröhlich und frei, fängt sie an zu planen, unsere Müdigkeit ist ihr einerlei.

Auf, auf , der Dressurplatz ruft, sonst werdet ihr nie wie Hinrichs eingestuft.

Nur wer reitet lernt das Reiten, sonst gibt es Horror, Pech und Pleiten.

Mancher hat schon falsch gedacht, sich zum Gespött der Leut’ gemacht.

Das soll euch doch wohl nicht so gehen, drum wollen wir die Trainingsschraube drehen.

Zirkel, Volten, Seitengänge, vorwärts, rückwärts, kein Gedränge!

Alles schön und akkurat, Caroline hat für jeden Rat.

Rücksicht wird nur auf’s Pferd genommen, der Reiter könnte ein anderes Hobby bekommen...

Denn wenn mal was daneben geht, der Reiter gleich die Augen dreht und schimpft auf soviel dumme Tücke, macht Caroline ihn zu Mücke: nur den Reiter trifft die Schuld, erklärt sie stetig mit Geduld.

Ohjeh , wir müssen noch sehr viel lernen, ob je ein Hinrichs aus uns wird, steht in den Sternen.

Ein Kurs mit Dir gibt uns immer viel zu denken, doch trotz Allem machst Du uns froh,

das sehen bestimmt auch die Vierbeiner so.

Zum Schluss, Caroline, vielen Dank, Du rettest uns vor dem reiterlichen Untergang!

 

 

 

 

Töltkurs mit Caroline Kratzer   Brücklocherhof, vom 1.-4. April 2006

Teilnehmer:

Wiltrud mit Stígandi (der Herr der fliegenden Galoppwechsel)
Ulla mit Grana (ein "Töltsofa")
Inge mit Smári ("der läuft so kamelig")
Dominik mit Fagra (egal was sie tun, sie tun es schnell)
Sabine mit Rivandi (auch zärtlich "Rivanol" genannt)
Corinna mit Máni (wo geht's hier nach Wien?)
Kri mit Björt, Oskadís und Dagur (alles Streberpferde...)
Jana mit Lukka (die mit dem Kopf durch dei Wand will)
Jasmin mit Helmingur (er töltet und töltet... immer weiter)
Daniela mit Jóka (an icelandic walking horse)
Bettina mit Ísbjörn (ein Eisbär auf der Flucht)

 

Am Samstag, den 1. April um 9.00 Uhr ging's los. Der erste Töltkurs des Jahres mit Caroline Kratzer startete und die Teilnehmer hatten sich von nah und fern im Reiterstübchen des Brücklocherhofs eingefunden. Caroline hatte schon letztes Jahr im Oktober zahlreiche Reiter und Reiterinnen mit ihrem breit gefächerten Wissen über das Gangpferdereiten beeindruckt und so wurden für das Frühjahr 2006 gleich zwei Kurse anberaumt (Mai).

So saß man zunächst bei einem Cappuccino zusammen, stellte sich und sein Pferd vor bzw. berichtete (bestenfalls) von den Fortschritten, die man mit seinem Pferd seit dem letzten Kurs gemacht hatte oder schilderte Schwierigkeiten, die man im Laufe der nächtsen vier Tage zu beheben gedachte.
Gleich nach der gemütlichen Vorstellungsrunde wurden Vierergruppen eingeteilt und es hieß "satteln und vorreiten". Die Tatsache "Vorreiten" löste bei Sensibelchen Ísbjörn erste Schreckenshüpfer aus, wohingegen Jóka erstmal nach dem Motto "immer mit der Ruhe, es wird noch anstrengend genug" ihre Runden drehte.
Wie nicht anders zu erwarten, enttarnte Caroline bei der anschließenden Analyse ihrer Videoaufnahmen erbarmungslos Sitzfehler, Taktunreinheiten... ja Fehler, von denen man vorher wahrscheinlich noch nicht einmal ahnte, dass es sie gibt.

Nachdem die Reiter und Reiterinnen nach dem Mittagessen wieder gestärkt und voller Tatendrang waren, wurden Pferde und Reiter in kleinere, nach Stärken und Schwächen zusammengestellte Gruppen eingeteilt. So musste Schlafmützchen Jóka mit Fagra, wie ihr Reiter ständig im Rausch der Geschwindigkeit, und Rivandi, eine schon etwas erfahreneren Tölter um die Wette tölten. Unsere beiden "Dickerchen" Grana und Stígandi landeten ebenfalls in einer Gruppe, um ihrem Konditionsstand entsprechend eher im unteren Tempobereich mit ihnen zu arbeiten.
Wie sich nach vier Tagen intensiven Trainings herausstellte waren die beiden jedoch noch frischer als manch anderer "Zausel". So zum Beispiel Oskadís, die sich beim bloßen Gedanken an Travers von der Ovalbahn stürzen wollte, oder Máni, der trotz Corinnas aufmunterndem "Tackertackertackertacker" den Töltkurs mit der Wiener Hofreitschule verwechselte und eifrig Levaden übte oder Jóka, die nach dem Kurs sicher ihre Memoiren mit dem Titel "Vom Suchen und Finden des Linksgalopp" veröffentlichen wird.

Alles in allem haben wir auch bei diesem Kurs wieder allerhand Tipps und Tricks gelernt und konnten in jeder Weise von Carolines Erfahrungen profitieren. Ísbjörn verlor während des Kurses langsam aber sicher seine Nervosität, Fagra verlor dank eifrigen "Kimblewickens" hin und wieder etwas an Rasanz, Lukka und Helmingur tölten jetzt noch schöner als zuvor und auch Kursteilnehmerin Inge war trotz massiven Muskelkaters begeistert.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Kurs!
 

Daniela Schneider